So kann dein Beitrag aussehen
Hier stellen wir Menschen vor, die in unserer App ihre Geschichten erzählen — mit Texten und Berichten, ihren Werdegängen und Klängen aus der Werkstatt. Die Porträts werden ergänzt durch Interviews, Links zu Medien, zu ihren Werken und zur eigenen Homepage. Vollständig zu sehen sind die Porträts in der App; hier geben wir einen ersten Einblick.
„Ich lass mich von Gott spielen wie ein Instrument“ Martin Schleske · Geigenbaumeister · Physiker und Autor
Der Geigenbauer, der den Klang erforscht
Wie Martin Schleske Handwerk und Physik verbindet
Mitten in der Altstadt von Landsberg am Lech, wo vierhundert Jahre lang der Altar eines Gebetshauses stand, arbeitet der Geigenbauer Martin Schleske. Er ist gelernter Geigenbauer und studierter Physiker. Neben der Werkbank betreibt er ein eigenes Akustiklabor und misst, wie das Holz schwingt und wie der Korpus den Ton formt.
Rund dreißig Instrumente baut er im Jahr, jedes einzeln von Hand; in eine Geige fließen etwa zweihundert Arbeitsstunden. Er nennt sie Klangskulpturen. Auf ihnen spielen Musiker des London Symphony Orchestra und der Münchner Philharmoniker.
„Er ist ein Zeichen seiner Zeit.“ Nicki Marquardt · über ihren Abstands-Strohhut, Frühjahr 2020
Faltbare Hüte aus der Maxvorstadt
Die Modistenmeisterin Nicki Marquardt fertigt Kopfbedeckungen, die in die Handtasche passen
Als Studentin betrat Nicki Marquardt ein Hutgeschäft, um sich einen Sommerhut zu kaufen. Im Atelier entstand er nach ihren Wünschen — ein Erlebnis, das sie ihr Studium abbrechen ließ. Sie legte die Meisterprüfung als Modistin ab. Seit 1999 arbeitet sie in der Münchner Maxvorstadt, heute mit einem Team von zehn Menschen.
Bekannt wurde das Atelier mit einer patentierten Erfindung: den Falthüten, die in die Handtasche passen und beim Auffalten ihre Form behalten. Dafür erhielt Marquardt 2012 den Red Dot Design Award.
„Mein Schmuck soll Emotionen auslösen.“ Nora Reitelshöfer · über ihre Arbeit, Frühjahr 2026
Die Konzeptkünstlerin, die Schmuck neu befragt
Wie Nora Reitelshöfer Handwerk und Konzept verbindet
In ihrer Werkstatt in München arbeitet die Schmuckkünstlerin Nora Reitelshöfer – immer an ihrer Seite Uli, ihre Hündin, die jeden Arbeitstag begleitet und zum vertrauten Teil der Werkstatt gehört. Reitelshöfer ist gelernte Goldschmiedin und studierte an der Akademie der Bildenden Künste München im Fach Schmuck und Gerät. Neben Silber verarbeitet sie Streichhölzer und Graphit und verhandelt so die Grenzen zwischen Werkzeug und Schmuck neu.
Sie untersucht Körperbezug, Materialität und Vertrauen. Vertraute Objekte wie Haken oder Karabiner stellt sie infrage, indem sie Maßstab, Material oder Kontext verschiebt. Schmuck versteht sie nicht als klassisches Genre, sondern als Beziehung zum Körper. 2026 war sie als zweite Residentin zu Gast im internationalen Kronenringe-Residenzprogramm für zeitgenössische Schmuckkunst.
Text: Wolfgang Hauck
Medien in der App: Audio-Interview, Werkstattgespräch zur Ausstellungseröffnung 2026, Künstlerinnenporträt und Schmuckobjekte
Nicht nur Einzelne
Bands, Orchester und Ensembles
dieKulturWerkstatt.Bayern porträtiert Menschen aus Kunst und Kultur — und ebenso die Gruppen, in denen sie gemeinsam arbeiten: Bands, Orchester, Ensembles und Theater.
Symbolbilder zur Illustration der Sparten.
Fotos, Videos, Interviews und kurze Stories sind die Formate, mit denen sich die Kulturschaffenden präsentieren und ihre Geschichten zeigen. Das ist bei jeder und jedem anders — und vermittelt, wie Menschen im Kunsthandwerk, in der Musik oder auf und hinter der Bühne denken, welche Lebenswege sie geprägt und welche Inspirationen sie begleitet haben.
So wächst ein Kompendium der Vielfalt in persönlicher, individueller Form, das es so bisher nicht gibt — digital zugänglich, erweiterbar und jederzeit mit neuen Informationen aktualisierbar.
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- Wolfgang Hauck · Projektleitung
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